Dynamisches Gehirn: So entwickelt man im Kopf sein wahres Potenzial

Aus „Universum in Kopf“ von Rainer W. Sauer:

Alle menschlichen Wesen werden mit unterschiedlichen Genen, Temperamenten und Fähigkeiten geboren. Aber allen gemeinsam ist, dass sie ein zentrales Denkorgan in ihren Kopf haben, ein neuronales Universum mit all seinen phantastischen Möglichkeiten, mit Gedanken, Träumen, Visionen, Wünschen und Fragen, die uns ab und an quälen: „Werde ich in der Schule / dem Beruf / im Leben Erfolg haben oder werde ich scheitern?“ /// „Komme ich bei meinen Mitmenschen gut an oder denken sie schlecht über mich?“ /// „Wenn ich das jetzt mache, werde ich mich hinterher gut oder schlecht fühlen?“

Solche Selbstzweifel sind ganz natürlich und zeigen die Fähigkeit auf, uns permanent selbst zu hinterfragen. Diejenigen Menschen, die an ein statisches Selbstbild (SSB) glauben, haben das Gefühl, dass viele unserer persönlichen Eigenschaften sozusagen „in Stein gemeißelt“ seien. Deshalb verspüren sie auch immer wieder ein Drängen, sich irgendwie beweisen zu müssen. Andere dagegen sind überzeugt davon, dass wir Menschen nicht alle unsere Eigenschaften von Geburt an mitbekommen haben, da wir doch seit unserer Kindheit stetig etwas dazulernen. Wer ein solches dynamisches Selbstbild bevorzugt (DSB), dem hat die Lebenserfahrung gelehrt, dass man Grundeigenschaften durch eigene Übung, Anstrengungen, Training stetig weiterentwickeln kann. Dies ist so bis ins hohe Lebensalter hinein.

Auch wenn wir in vielerlei Hinsicht, was persönliche Talente, Interessen oder Temperamente betrifft, sehr unterschiedlich sind – sprichwörtlich: individuell –, so kann sich jeder von uns seinen Geist als Denk- und Handlungsorgan ein Leben lang verändern und weiterentwickeln, ganz so wie ein Leistungssportler. Unser neuroplastisches, weil dynamisches, Gehirn hilft dabei (insbesondere in unsicheren Zeiten des Wandels) für Notfall- oder Krisensituationen neue Lösungswege zu finden, auf die Menschen mit einem statischen Selbstbild niemals kommen werden. Es gibt ja den Sinnspruch „Was Hänschen nicht lernt, das lernt Hans nimmer mehr.“, doch den kann man getrost auf dem mentalen Wertstoffhof entsorgen, denn unser Gehirn – und zwar jedes – ist dazu geboren worden, sich bis zu unserem Tode stetig zu verändern. Ja es wartet richtig darauf, dass seine Leistungsfähigkeiten optimiert werden, ganz so wie ein Ferrari, der von seinem Besitzer eher selten und dann nur stets im ersten und zweiten Gang gefahren wird, um Lebensmittel einzukaufen. Der wartet doch nur darauf, dass sein Benutzer ihn endlich einmal „ausfährt“ und an seine Grenzen bringt, damit er zeigen kann, was er „von Natur aus“ zu leisten in der Lage ist. Aber Vorsicht: Wer nicht ständig übt, wie man mit einem solchen Sportwagen umgeht, der landet schnell in der Leitplanke und verliert die Lust am beschleunigten Fahrgefühl.

Runtergebrochen auf unseren Geist bedeutet das: wir müssen lernen und üben, die Abläufe im Gehirn zu optimieren. Anfangs gibt es die Aufgabe, die Wahrnehmung der vorhandenen Reize zu verbessern, dann folgt das Training, Umsetzung und Verarbeitung bzw. Interpretation von Informationen und Reizen in den einzelnen Arealen des Oberstübchens zu optimieren und schließlich geht es darum, unser inneres Navi so zu programmieren, dass durch die richtige Weiterleitung der Nervenimpulse das von uns gesetzte Ziel möglichst ohne Umwege zu erreichen. (…)

„Alles beginnt im Denken“, „Das ist reine Kopfsache“ oder „Es ist alles eine Frage der mentalen Einstellung“ hört man oft und nicht nur bei Sportler:innen. Auch für ganz normale Menschen kann die Neuroplastizität unseres dynamischen Gehirns ein extrem spannendes Thema sein, das ich in meinen gehirn-genialen FLEXBRAIN-Seminaren und Veranstaltungen des Gehirn|Genial|Labors an vorderster Stelle behandle und die Besucher:inen sind überwiegend begeistert. Denn sie lernen …

Lesen Sie HIER weiter!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert